1 00:00:00,000 --> 00:00:03,140 doch freuten sie sich, daß sie nicht mehr so einsam waren. 2 00:00:04,000 --> 00:00:06,980 Von nun antrieben sie jeden Tag ihre Herden, lieben erneinander. 3 00:00:07,600 --> 00:00:10,560 Sie sprachen nicht viel, aber sie fühlten sich getröstet. 4 00:00:11,200 --> 00:00:14,680 Eines Abends als der Vollmund am Himmel schien und die Schafe schon ruten, 5 00:00:15,120 --> 00:00:20,100 holte der Schäfer die Flöte aus seiner Tasche und blies ein schönes, aber trauriges Lied. 6 00:00:21,340 --> 00:00:25,000 Als er fertig war, bemerkte er, daß die Schäferin bitterlich weinte. 7 00:00:25,960 --> 00:00:28,780 – Warum weinst du? fragte er. 8 00:00:29,740 --> 00:00:35,240 – Ach, antwortete sie, so schien auch der Vollmond, als ich zum letzten Mal dieses 9 00:00:35,240 --> 00:00:39,240 Lied auf der Flöte blies, und das Haupt meines Liebsen aus dem Wasser hervorkam. 10 00:00:40,340 --> 00:00:45,360 Er sah sie an, und es war ihm als viele eine Decke von den Augen, er erkannte seine 11 00:00:45,360 --> 00:00:51,120 liebste Frau, und als sie ihn anschaute und der Mond auf sein Gesicht schien, erkannte 12 00:00:51,120 --> 00:00:58,800 Sie umarmten und küsten sich, und ob sie glückselig waren, braucht keiner zu fragen.